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Weltkindertag und Erntedank - zwei Festtage im Herbst

Veröffentlicht von Sandra Kühlmann am 02.10.2020
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Bei schönstem Herbstwetter haben wir heute, am 02.10.20, mit allen Kindern einen Erntedankgottesdienst auf der Wiese des Kindergartens gefeiert. Vor 14 Tagen trafen wir uns dort zum Weltkindertag. Hier ein paar Gedanken zu disenen beiden besonderen Fest-Tagen:

 

Die Schöpfung bewundern,

für die Schöpfung danken,

die Schöpfung bewahren!

 

Die Schöpfung bewundern:

Der Herbst stand und steht ganz im Zeichen der „Schöpfung“. Zum Motto des Weltkindertages „Kinder haben Rechte… auf Leben mit einer intakten Umwelt“ haben wir uns zunächst mit der Schöpfung beschäftigt. In den Gruppen wurde die biblische Geschichte zur Schöpfung erzählt und wir feierten einen schönen Gottesdienst auf dem Spielplatz. Die Weltkindertags-Hausaufgabe wurde von vielen Familien erledigt: Bei einem Spaziergang am Wochenende füllten sich die mitgegebenen Papiertüten mit den Schätzen der Natur. Uns erreichten sehr viele Fotos von Natur-Mandalas, die zu Hause, im Garten oder auf der Terrasse entstanden sind. Toll, dass so viele mitgemacht haben und vielen Dank für die positiven Rückmeldungen zu dieser Aktion!

Mit den mitgebrachten Schätzen der Natur entstanden zunächst auch im Kindergarten Mandalas oder andere Bilder. Anschließend wurden die Materialen als Deko genutzt, zu kleinen Kunstwerken zusammengeklebt oder in der Turnhalle im Bewegungsangebot eingesetzt. Demnächst finden sie sicher noch weitere Verwendung.

Für die Schöpfung danken:

Beim Erntedankfest, das wir am 02.10. gefeiert haben, stand der Dank für die Schöpfung im Mittelpunkt. Am Vortag wurden in den Kindergartengruppen Brote gebacken und am Festtag buken die Krippenkinder Brötchen. Das Frühstück war an diesem Tag natürlich ganz besonderes lecker. Unter anderem gab es auch Honig, den Linda „aus eigener Herstellung“ mitgebracht hat. So konnten wir auch noch einmal auf die Bienen zu sprechen kommen, die schon beim Weltkindertag eine Rolle spielten.

Im Gottesdienst der Kindergartenkinder stand die Geschichte „Frederick“ im Mittelpunkt. Wir haben sie unter der biblischen Aussage: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein…“ interpretiert.

In der Geschichte machen es viele kleine Feldmäuse so, wie es auch die Kinder in der letzten Zeit gemacht haben: Sie sammeln Schätze der Natur. Aber im Gegensatz zu uns, brauchen die Mäuse diese Dinge als Wintervorrat. Nur eine Maus, Frederick, die sammelt offensichtlich nichts. Im Winter, als alle Vorräte verbraucht sind, die Mäuse hungrig sind, ihnen kalt ist und sie sich nichts mehr zu erzählen haben, da kommt Fredericks große Stunde: Er erzählt von warmen Sonnenstrahlen, von bunten Blumen, von gelben Kornfeldern, grünen Blättern. Er nutzt viele schöne Wörter und ein Gedicht. Die anderen Mäuse schließen die Augen, lassen innere Bilder entstehen, träumen sich in andere – bessere – Zeiten. Sie haben das Gefühl, die Wärme spüren zu können. Wie kann das sein, mitten in der kalten Mauer? Ich denke, ihnen wird es „warm ums Herz“.

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein…“ – genau! Es braucht auch Menschen, die es gut mit einem meinen. Es braucht gute Worte und schöne Erinnerungen Die kleine Feldmaus Frederick wusste das. Darum hat Frederick, als die anderen Nüsse und Beeren sammelten, Sonnenstrahlen, Farben, Wörter und Erinnerungen gesammelt.

Der Bibelvers geht auch noch weiter:

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,

sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“ (Matthäus, 4)

„Brot“ steht in diesem Vers für all das, was wir vermeintlich zum Leben brauchen und um das wir uns (zu sehr) sorgen. Wir Menschen kümmern uns oft um materielle Dinge: teure Kleidung, große Autos, tolle Häuser und vieles andere. Jesus dagegen sagt: Essen, Kleidung und ein Dach über dem Kopf sind wichtig. Aber es gibt noch andere Dinge, die wir zum Leben brauchen. Es gibt wichtigere Dinge. Dinge, die das Leben lebenswert machen. Sonne, Wärme und Liebe im Umgang der Menschen untereinander, die das Leben schöner machen. Freundliche Worte und Gesten, fröhliche Lieder und gemeinsames Lachen, die das Leben bunter machen.

Das ist ganz besonders dann wichtig, wenn es einem nicht so gut geht. In den Zeiten, in denen die eigenen „Vorräte“ aufgebraucht sind. In denen es kälter und dunkler in meinem Leben wird.

Dann ist es gut, sich an das Schöne, Bunte und Fröhliche des Lebens zu erinnern und dafür dankbar zu sein.

Die Schöpfung bewahren:

Das wird in der nächsten Zeit ein Thema für die Schukis sein. Als „Müll-Detektive“ werden sie sich viele Gedanken machen: Warum liegt Müll in der Umwelt? Wie kommt er dahin? Was bedeutet der Müll für Pflanzen, Tiere, das Wasser? Was können wir tun?

Ganz praktisch werden wir uns auf den Weg in die Natur machen. Ausgerüstet mit Müllgreifern (aus Grillzangen) und Bollerwagen wollen wir einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und die Natur vom Müll befreien.

Zuletzt geändert am: 02.10.2020 um 12:14

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